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Wissenschaftsticker Bus und Bahn

Studien und Experten: Kein erhöhtes Infektionsrisiko im ÖPNV

Diverse Studien – sowohl deutsche als auch internationale – zeigen, dass der öffentliche Verkehr sicherer ist, als viele Menschen denken. Welche Untersuchungen und Expertenaussagen es bereits zum Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen gibt, haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Aus Sorge vor einer vermuteten Ansteckung bleiben zahlreiche Menschen dem öffentlichen Nahverkehr fern. Dabei belegen gleich mehrere Studien, dass Busse und Bahnen sicherer sind, als viele Menschen annehmen. Damit aber nicht genug: Auch Experten stellen dem ÖPNV ein gutes Zeugnis aus. Hier ein Überblick über Studien und Expertenaussagen:

Grafik zu Studien über das Infektionsgeschehen im ÖPNV
Eine DB-Mitarbeiterin mit FFP2-Maske begleitet eine Frau mit eingeschränkter Sehfähigkeit in einen ICE

Studie: Kein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Bahnmitarbeitende

Mitarbeitende in Zügen der Deutschen Bahn mit permanentem Kundenkontakt sind keinem höheren Corona-Risiko ausgesetzt als Mitarbeitende ohne Kundenkontakt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Charité-Langzeitstudie.

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ÖPNV steht dem Individualverkehr auf einer Waage gegenüber

Pendler-Coronastudie der Charité

Gibt es einen Unterschied im Hinblick auf ein mögliches erhöhtes SARS-CoV-2-Infektionsrisiko bei der Nutzung des ÖPNV im Vergleich zum Individualverkehr? Eine unabhängige Vergleichsstudie der Charité Research Organisation (CRO) zeichnet ein deutliches Bild: Es sind nicht mehr Infizierte in Bussen und Bahnen unterwegs als zu Fuß, mit dem Rad oder im Pkw.

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Frau steht in Paris in einer U-Bahn-Station

Studie aus Frankreich: Kein erhöhtes Infektionsrisiko im ÖPNV

Das renommierte Institut Pasteur aus Paris hat in einer Studie mit über 48.000 Infizierten herausgefunden: Im öffentlichen Nahverkehr gibt es kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Fahrgäste des ÖPNV erkrankten im viermonatigen Zeitraum der Untersuchung vergleichsweise weniger an Corona als Menschen einer Vergleichsgruppe, die diesen nicht nutzten.

Zur Zusammenfassung (engl.)
Aerosoltest der TU Berlin und Charité Berlin im Auftrag der BVG

Aerosol-Test belegt gute Luft in Bus und Bahn

Eine Studie der Technischen Universität Berlin und der Charité Berlin im Auftrag der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeigt: Fahrzeuglüftung und das gezielte Öffnen von Türen und Fenstern reduzieren die Aerosolkonzentration um bis zu 80 Prozent. Einen zusätzlichen positiven Einfluss hat das Tragen medizinischer Masken.

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Ein ÖBB-Zug steht im Bahnhof

Studie: Covid-19-Infektionsrisiko ist in Öffis gering

Das Ansteckungsrisiko ist in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht höher als in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Umweltmediziner Prof. Hans-Peter Hutter.

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Eine Frau mit medizinischer Maske steht am Gleis vor einer Bahn

ÖPNV birgt geringeres Infektionsrisiko als viele andere Räume

Wie hoch ist die Infektionsgefahr in geschlossenen Räumen? Ein Ergebnis liefert eine Studie der Technischen Universität Berlin: Ob Büros, Schulen oder Fitnesstudios, der Untersuchung zufolge ist in vielen Situationen das Ansteckungsrisiko höher als im ÖPNV mit Maske.

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Mann sitzt mit Maske im Zug und schaut aus dem Fenster.

Versuch zeigt: Aerosole verteilen sich im Zug nur wenig

Masken und gute Lüftungen verringern das Ansteckungsrisiko in Zügen. Zu diesem Ergebnis kommt Michael Riediker. Der Professor für Risikoanalyse und Direktor des Schweizerischen Zentrums für Arbeits- und Umweltgesundheit hat für SRF in einem Traverso-Zug der Südostbahn die Aerosolausbreitung getestet und visualisiert – mit harmlosem Theaternebel und einer Puppe.

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Frau trägt Gesichtsmaske und fährt Bahn

Studie zeigt: Masken reduzieren Aerosolverteilung im Zug deutlich

Masken wirken – das geht bereits aus zahlreichen Studien hervor. Nun gibt es eine Untersuchung, die zeigt, wie sich die Aerosolverteilung im Fahrgastraum eines Zugabteils auswirkt und welchen Einfluss Masken, aber auch Klimaanlagen dabei nehmen können.

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London Underground

London Underground: Keine Spuren des Coronavirus

Britische Wissenschaftler haben die London Underground untersucht – und weder auf Kontaktflächen noch in der Luft Spuren des Coronavirus finden können. Grund für dieses erfreuliche Ergebnis sind die zahlreichen Coronamaßnahmen.

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Busfahrer am Steuer

Fast keine Corona-Infektionen bei ÖPNV-Beschäftigten

Einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands VDV zufolge gibt es unter den Mitarbeitenden im ÖPNV nur eine sehr geringe Zahl an Corona-Infektionen.

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Illustration von Daimler Bussen

TU-Berlin & Daimler: Nur geringes Ansteckungsrisiko in Bussen

Eine Untersuchung der TU Berlin und des Fahrzeugherstellers Daimler Buses zeigt: Die Ansteckungsgefahr in Reise- und Linienbussen ist sehr gering. Entscheidend ist ein rascher Luftwechsel, der für eine geringe Aerosolkonzentrationen sorgt.

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Schild des Robert-Koch-Instituts

RKI-Präsident: Verkehrsmittel spielen "keine so große Rolle"

Wie sieht es mit Corona-Ausbrüchen in Bus und Bahn aus? Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler, dass der öffentliche Verkehr als Infektionsumfeld „keine so große Rolle“ spiele.

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Gebäude des Robert-Koch-Instituts.

RKI: Kaum Ansteckungen in Bus und Bahn

Im Rahmen eines epidemiologischen Berichts hat das Robert-Koch-Institut Infektionen nach ihren Umfeldern untersucht. Das Ergebnis: Busse und Bahnen sind keine Corona-Hotspots. Die Ansteckungszahlen fielen im ÖPNV nicht höher aus als in anderen Bereichen und geringer als beispielsweise in Freizeiteinrichtungen oder am Arbeitsplatz.

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Bus-Fahrerraum ist abgesperrt.

Internationale Studien: Busse und Bahnen sind sicherer als gedacht

Weltweite Studien widerlegen ebenfalls eine erhöhte Infektionsgefahr im ÖPNV. Wir blicken auf andere Länder und schauen, wie es dort um die Sicherheit im ÖPNV zu Coronazeiten bestellt ist.

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Keine Anhaltspunkte für ein erhöhtes Corona-Ansteckungsrisiko in Bus

Keine Anhaltspunkte für ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in Bus und Bahn

Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hat eine Umfrage bei allen Gesundheitsämtern im Land gestartet. Die ersten Ergebnisse: Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus im ÖPNV ist nicht größer als an anderen öffentlichen Orten.

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Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher.

Dr. Elisabeth Oberzaucher: „Wir fahren gut mit Bussen und Bahnen“

Busse und Bahnen müssen wir jetzt nicht mehr meiden, meint Dr. Elisabeth Oberzaucher, Evolutionsbiologin an der Universität Wien und wissenschaftliche Leiterin des Vereins "Urban Human“. Sie erklärt Verkehrsunternehmen, wie sie sich an den evolutionär entwickelten Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren können.

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