#BesserWeiter: Darum geht's

#BesserWeiter: Darum geht's

Deutschlandweite Gemeinschaftskampagne startet

Mit Bus und Bahn geht es jetzt #BesserWeiter. Bund, Länder, Kommunen und die Verkehrsunternehmen wollen in der Coronakrise neu durchstarten und Fahrgäste zurück gewinnen. Am Anfang der Kampagne steht ein dickes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ÖPNV.

Mit Blick auf die Fahrgastzahlen fuhr der öffentliche Nahverkehr jahrelang auf Rekordkurs. Allein im Jahr 2019 zählten die Verkehrsunternehmen in Deutschland 10,413 Milliarden Bus- und Bahnfahrten. Dann hat die Corona-Pandemie die Mobilität der Menschen und die Verkehrsbranche mit voller Wucht ausgebremst. Von jetzt auf gleich brachen die deutschlandweiten Fahrgastzahlen von 30 Millionen täglich ein und lagen mit sechs Millionen bei gerade einmal 20 Prozent der sonst üblichen Nachfrage. Nichtsdestotrotz: Auch während des Lockdowns haben die öffentlichen Verkehrsunternehmen für eine verlässliche Mobilität gesorgt und das Bus- und Bahnangebot zu 80 Prozent aufrecht erhalten.

Von jetzt an geht’s #BesserWeiter

Inzwischen sind 50 bis 60 Prozent der Fahrgäste zurück gekehrt. Das ist allerdings immer noch zu wenig, wenn Deutschland seine gesetzten Klimaschutzziele erreichen will. Vor diesem Hintergrund startet am 28. Juli 2020 die bundesweite Gemeinschaftskampagne #BesserWeiter. Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und die Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs wollen mit der Kampagne #BesserWeiter das Vertrauen der Fahrgäste zurückgewinnen. Koordiniert wird diese Initiative vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), dem Branchenverband für über 600 Bus- und Bahnunternehmen in Deutschland.

#BesserWeiter mit Maske

Die Gemeinschaftskampagne bedankt sich zum Auftakt für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr. Sie haben in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation die öffentliche Mobilität aufrechterhalten. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erklärt hierzu: „Mein Dank gilt allen Mitarbeitern in Bussen und Bahnen. Selbst in den Zeiten des härtesten Lockdowns haben sie jeden, der nicht im Homeoffice bleiben konnte, verlässlich zur Arbeit und wieder heimgebracht. Der Hashtag unserer neuen Kampagne bringt es auf den Punkt: Mit Öffis kommen wir einfach besser weiter – natürlich immer mit Maske.“

#BesserWeiter mit Hygiene

Mit dem Dank an die Beschäftigten von Bus und Bahn verbinden die Initiatoren von #BesserWeiter einen Appell an die Fahrgäste: Auch weiterhin gilt es, die Vorgaben zum Infektionsschutz einzuhalten und im ÖPNV eine Maske zu tragen. „Wir stellen fest, dass mit fortschreitender Dauer der Maskenpflicht die Disziplin, die Maske auch wirklich und korrekt in Bussen und Bahnen zu tragen, etwas nachlässt. Wir haben daher die Kontrollen intensiviert und verhängen inzwischen auch Bußgelder bei Missachtung. Zu Beginn der Kampagne wollen wir unseren Kundinnen und Kunden nochmal deutlich machen, dass sie mit der Maske nicht nur sich, sondern auch andere Fahrgäste schützen“, sagt VDV-Präsident Ingo Wortmann.

#BesserWeiter mit Vertrauen

Informationen zur Maskenpflicht sowie zu neuen Hygienekonzepten im Öffentlichen Nahverkehr  sollen auch dazu beitragen, das Vertrauen der Fahrgäste zurück zu gewinnen und zu stärken. „Wir wollen mit der Gemeinschaftskampagne verlorengegangenes Vertrauen bei den Fahrgästen zurückzugewinnen und wieder mehr Menschen von Bus und Bahn überzeugen. Nur so können wir weitere Fahrgeldverluste vermeiden und die Klimaschutzziele erreichen“, so VDV-Präsident Wortmann weiter. Die nach wie vor geringeren Fahrgastzahlen und damit einhergehende Fahrgeldverluste lassen sich zwar auf abgesagte Großveranstaltungen, ausbleibende Touristen und Berufstätige im Homeoffice zurückführen. Allerdings gibt es auch Menschen, die Busse und Bahnen aus Sorge vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko nach wie vor meiden. Hier wollen die öffentlichen Verkehrsunternehmen im Rahmen von #BesserWeiter aufklären: Denn die Infektionsgefahr im ÖPNV ist nicht höher als in jeden anderen öffentlichen Raum. Darüber hinaus haben die Verkehrsunternehmen deutschlandweit ihre Hygienemaßnahmen deutlich erhöht. „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich Fahrpersonal oder Fahrgäste überdurchschnittlich im Nahverkehr mit dem Corona-Virus angesteckt hätten,“ meint beispielsweise Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig.

#BesserWeiter mit Zuverlässigkeit

Die Gemeinschaftskampagne #BesserWeiter unterstreicht die Systemrelevanz des öffentlichen Nahverkehrs, wie Anke Rehlinger, Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz und Verkehrsministerin des Saarlands hervorhebt: „Wir brauchen auch nach der Krise einen zuverlässigen ÖPNV. Das wird nur gelingen, wenn wir Fahrgäste zurückgewinnen, weil sie auf die Sicherheit, Zuverlässigkeit und den Komfort des Nahverkehrs vertrauen.“ Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, ergänzt: „Langfristig führt an der Verkehrswende auch aus Gründen des Klimaschutzes und für mehr saubere Luft und mehr Lebensqualität kein Weg vorbei. Die Städte und Gemeinden setzen daher weiter auf den konsequenten Ausbau des ÖPNV. Damit sich die Menschen sicher fühlen und wir neue Fahrgäste gewinnen, müssen wir den Nahverkehr jetzt fit für die Zukunft machen. Dazu gehören gemeinsame Investitionen von Bund, Ländern, Kommunen und Verkehrsunternehmen in die Infrastruktur, moderne Fahrzeuge, Digitalisierung und mehr Komfort.“