Bus und Bahn fahren während Corona

Bus und Bahn fahren während Corona

Die neue Normalität

Auch in Zeiten von Corona sind Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – sei es zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen. Als Fahrgäste können alle ihren Beitrag leisten, um die Verbreitung des Virus zu vermeiden und den ÖPNV sicherer zu machen. Welche Regeln in Bus und Bahn gelten, erfahrt ihr hier.

Eigenverantwortung und Rücksichtnahme haben zurzeit oberste Prioriät, wenn wir das Coronavirus nicht weiter verbreiten wollen. Das gilt beim Training im Sportverein, beim Restaurantbesuch und ganz genauso auch im ÖPNV. Wer mit Bus oder Bahn mobil ist, kann sich und andere mit ein paar einfachen Vorkehrungen vor einer Infektion schützen. Beim Infektionsschutz empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die AHA-Regel zu befolgen:

A wie Abstand
H wie Hygiene
A wie Alltagsmasken

A wie Abstand

Abstandhalten ist Teil der neuen Normalität geworden. Distanz halten über mindestens 1,5 Meter. Auf Berührungen wie Umarmungen oder Händeschütteln verzichten. Denn das Coronavirus wird via Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen. Je weiter Menschen voneinander entfernt sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, sich oder andere mit COVID-19 anzustecken.

Im ÖPNV können Fahrgäste Abstand halten, wenn sie geordnet ein- und aussteigen und sich im Fahrzeug möglichst versetzt zueinander hinsetzen. Noch besser ist es, auf verkehrsärmere Zeiten auszuweichen, wann immer das geht.

Abstandhalten ist noch wichtiger bei Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber. Beim Auftreten Corona-typischer Anzeichen unbedingt zu Hause bleiben! Was dann zu tun ist? Das Robert-Koch-Institut bietet hier eine Orientierungshilfe.

H wie Hygiene

Das Coronavirus wird über die Luft übertragen und wohl auch durch das Anfassen kontaminierter Oberflächen übertragen. Fahrgäste sollten daher Haltestangen, Halteknöpfen oder Handläufen in Bussen und Bahnen nicht anfassen, wenn sie das nicht brauchen. Sie können den Kontakt mit Oberflächen meiden, indem sie sich bei der Fahrt hinsetzen oder anlehnen statt festzuhalten – vorausgesetzt, das ist gefahrlos möglich. Auch den Türöffner sollten Fahrgäste nur dann drücken, wenn sich Bus- oder Bahntüren nicht automatisch öffnen. Ganz wichtig: während und nach der Fahrt nicht mit den Händen ins Gesicht fassen. Damit reduziert sich das Risiko einer Kontaktinfektion über Augen, Nase oder Mund.  

Genauso wichtig: die Hust- und Niesetiquette wahren, ein Taschentuch nutzen und anschließend entsorgen oder alternativ in die Armbeuge schnuffeln. Denn beim Husten oder Niesen können Krankheitserreger via Tröpfcheninfektion übertragen werden.

Zu guter Letzt ist die Handhygiene das A und O. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen senkt die Keimzahl und verringert das Risiko einer Kontaktinfektion Vor und nach der Fahrt mit Bus oder Bahn also immer Händewaschen. Und so geht eine gute Handhygiene:

Hände richtig waschen - so geht's:

  1. Hände unter Wasser halten: Die Temperatur kann so gewählt werden, dass sie angenehm ist.
  2. Seife dazu nehmen: Flüssigseife ist hygienischer als ein Stück Seife.
  3. Hände mit Seife einreiben: Die Seife sollte auf Handrücken, Handinnenflächen, Fingerspitzen und Fingerzwischenräume verteilt und mindestens 20 Sekunden lang gut eingerieben werden.
  4. Hände mit Wasser abspülen: In einem nächsten Schritt wird die Seife von den Händen unter fließendem Wasser abgewaschen.
  5. Hände mit einem sauberen Tuch trocknen: Zum Schluss werden die Hände gründlich abgetrocknet, mit Papiertüchern oder einem eigenen Handtuch. Denn in feuchten Umgebungen gedeihen Mikroorganismen.

A wie Alltagsmaske

Seit dem 27. April 2020 gibt es bundesweit die Pflicht, in bestimmten Räumen und Einrichtungen eine Maske zu tragen. Dazu gehört auch der ÖPNV. Die Maske ist ein zusätzlicher Baustein, um die Verbreitung des Coronavirus via Tröpfcheninfektion auszubremsen. Sie ist vor allem dann wichtig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Hände waschen vor dem An- und nach dem Ablegen der Maske
  • Maske eng über Nase, Mund sowie Kinn anlegen
  • Feuchte Masken wechseln, da sie eine willkommene Brutstätte für Keime sind
  • Alltagsmaske nach jedem Tragen bei mindestens 60 Grad Celsius waschen
  • Maske unterwegs in einem verschließbaren Plastikbeutel aufbewahren
  • Tipp: mehrere Masken anschaffen, um so flexibel zu sein

Mehr Infos zum Masketragen erfahrt ihr hier.

Häufige Fragen zu Corona und dem ÖPNV

Das Infektionsschutzgesetz gibt klare Regeln vor. Dennoch gibt es bei Fahrgästen in Bussen und Bahnen einige Unsicherheit.  Hier ein Überblick über die häufig gestellten Fragen rund um Corona und den ÖPNV:

Die Maskenpflicht gilt in den Fahrzeugen der Verkehrsunternehmen sowie in ihren öffentlich zugänglichen Einrichtungen. Also in Bussen und Bahnen, in Bahnhöfen und Stationen, an Bahnsteigen und auch an Haltestellen. Selbstverständlich wird auch im Kundencenter eine Maske getragen.
   
Die Maskenpflicht gilt bundesweit. Seit Ende April ist das Tragen einer Maske in bestimmten öffentlichen Bereichen Pflicht. Hierzu gehört nicht nur der ÖPNV, sondern beispielsweise auch der Lebensmittel- und Einzelhandel. Einen Überblick über die aktuellen Regelungen der jeweiligen Länder findet ihr hier.

Bereits mit einfachen Vorkehrungen könnt ihr euch und andere Fahrgäste vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen. Beachtet die einfache AHA-Regel – Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – auch im ÖPNV:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern so gut wie möglich einhalten
  • Maske tragen
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen
  • Berührungen meiden
  • Oberflächen möglichst nicht berühren
  • Nies- und Hustetiquette beachten
  • nicht mit den Händen ins Gesicht fassen
  • auf verkehrsärmere Zeiten ausweichen
  • bei Krankheitssymptomen zu Hause bleiben

Tickets könnt ihr nach wie vor an Fahrkartenautomaten erwerben. Bei den meisten Verkehrsunternehmen könnt ihr Fahrkarten zudem online über entsprechende Apps kaufen. Der Ticketverkauf bei Busfahrern ist hingegen zum Schutz der eigenen Mitarbeiter vielerorts vorerst eingestellt.

Für Kinder gelten in Sachen Maske abweichende Regelungen, sie müssen erst ab einem bestimmten Alter eine Maske tragen. Ab wann, das unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. In Hamburg etwa müssen alle Kinder ab sieben Jahren eine Maske tragen, in Sachsen-Anhalt bereits Zweijährige.

Auch Menschen, die im Rahmen ihres Berufs ein Fahrzeug lenken, wie Busfahrer, sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Gemäß Straßenverkehrsordnung muss der Fahrer erkennbar sein.

Ausnahmen bilden zudem Menschen mit gesundheitlichen oder psychischen Einschränkungen. Bei Krankheiten wie Asthma oder anderen schweren Lungenerkrankungen wird von der Maskenpflicht abgesehen, ebenso bei taubstummen oder gehörlosen Menschen, die in ihrer Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt sind.

Ob Einwegmasken oder selbstgenähte Exemplare: Welche Maske ihr als Fahrgast tragt, ist unwesentlich, solange Mund und Nase bedeckt sind. In Ausnahmefällen geht auch ein Schal oder ein Tuch zur Bedeckung.